Tipps zu Hartmetall- und Cermet-Sägen: Materialauswahl beim Metallschneiden verstehen
Bei industriellen Sägeprozessen wird die Schnittleistung eines Kreissägeblatts maßgeblich von seinen Sägespitzen bestimmt – den angelöteten Schneidelementen, die am Blattkörper befestigt sind. Diese Spitzen beeinflussen direkt die Werkzeugstandzeit, die Schnittleistung und die Oberflächenqualität.
Heute dominieren zwei Werkstoffsysteme den Markt: Wolframkarbid und Cermet. Das Verständnis ihrer Unterschiede ist unerlässlich, um unter verschiedenen Schnittbedingungen die richtige Lösung auszuwählen.

Was sind Sägespitzen und warum sind sie wichtig?
Die Sägespitzen sind präzisionsgefertigte Einsätze, die an die Schneide eines Stahlsägeblatts gelötet sind. Im Betrieb führt jede Spitze wiederholte, unterbrochene Schnitte aus, indem sie mit hoher Geschwindigkeit in das Werkstück eindringt und es wieder verlässt.
Diese Arbeitsweise stellt besondere Anforderungen an das Material:
• Hohe Härte für Verschleißfestigkeit
• Ausreichende Zähigkeit, um Absplitterungen zu widerstehen
• Thermische Stabilität unter Reibung und Hitze
• Widerstand gegen Haftung (Aufbaukante)
Aufgrund dieser kombinierten Anforderungen wird die Materialauswahl zu einer entscheidenden technischen Frage und nicht mehr nur zu einem einfachen Kostenvergleich.
Wolframkarbid-Sägespitzen: Der Industriestandard
Wolframcarbid (WC-Co) ist aufgrund seiner ausgewogenen mechanischen Eigenschaften nach wie vor das am weitesten verbreitete Material für Sägespitzen.
Wichtigste Vorteile
• Gute Kombination aus Härte und Zähigkeit
• Hohe Beständigkeit gegen mechanische Einwirkungen
• Zuverlässige Leistung beim unterbrochenen Schneiden
• Breites Anwendungsspektrum für verschiedene Materialien und Maschinen
Typische Anwendungen
• Schneiden von Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl
• Rohr- und Stangenschneiden
• Anwendungen mit Vibrationen oder instabiler Klemmung
• Universelles Sägen unter verschiedenen Bedingungen
Einschränkungen
• Die Leistung kann durch steigende Wolfram-Rohstoffkosten beeinträchtigt werden.
• Kann unter bestimmten Bedingungen beim Stahlschneiden zu Aufbauschneiden führen
• Bei Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungsprozessen ist die Oberflächengüte möglicherweise nicht optimal.
Cermet-Sägespitzen: Eine spezielle Alternative
Cermet-Werkstoffe basieren typischerweise auf Titancarbonitrid (Ti(C,N)) mit einem metallischen Bindemittel wie Nickel oder Kobalt. Sie finden breite Anwendung in Dreheinsätzen und werden zunehmend auch in Sägeanwendungen erforscht.
Hauptmerkmale
• Hohe Verschleißfestigkeit unter stabilen Schnittbedingungen
• Geringere chemische Affinität zu Stahl, wodurch die Bildung von Rauheit an der Schneidkante reduziert wird.
• Potenzial für eine verbesserte Oberflächenbeschaffenheit
• Gute thermische Stabilität bei höheren Schnittgeschwindigkeiten
Mögliche Anwendungsszenarien
• Kontinuierliches oder halbkontinuierliches Schneiden
• Stabile Maschinen mit geringen Vibrationen
• Schneiden von Stahl und Edelstahl, wo die Oberflächenqualität wichtig ist
• Endbearbeitungs- oder Halbfertigbearbeitungsvorgänge
Technische Überlegungen
• Geringere Bruchzähigkeit im Vergleich zu Hartmetall
• Höhere Empfindlichkeit gegenüber Stößen und unterbrochenem Schneiden
• Die Leistung hängt stark von den Schnittparametern und der Einrichtung ab.
Auswahlstrategie: Material passend zur Anwendung
Anstatt das eine Material durch ein anderes zu ersetzen, betrachten die meisten industriellen Anwender Hartmetall und Cermet als sich ergänzende Lösungen.
Hartmetall wählen, wenn:
• Die Schnittbedingungen sind instabil
• Unterbrochenes Schneiden ist von Bedeutung
• Die Steifigkeit der Maschine ist begrenzt
• Schwerlast- oder Grobschnitt erforderlich
Cermet in Betracht ziehen, wenn:
• Die Schnittbedingungen sind stabil und kontrolliert
• Es werden höhere Schnittgeschwindigkeiten verwendet
• Die Oberflächenbeschaffenheit hat Priorität
• Gleichmäßiger Werkzeugverschleiß ist entscheidend
Branchenperspektive
Während Hartmetall weiterhin den Markt für Sägeanwendungen dominiert, gewinnt Cermet an Bedeutung, da die Hersteller bestrebt sind, die Leistung unter bestimmten Bedingungen zu optimieren und Schwankungen der Rohstoffkosten zu bewältigen.
Aufgrund der Komplexität von Sägevorgängen sind jedoch Praxistests unerlässlich, bevor ein neues Material in großem Umfang eingesetzt werden kann.
Unser Ansatz
Bei Zhuzhou Jinxin Cemented Carbide Group Co., Ltd. bieten wir sowohl Hartmetall- als auch Cermet-Sägespitzen an. Anstatt eine Einheitslösung zu empfehlen, arbeiten wir mit unseren Kunden zusammen, um Folgendes zu ermitteln:
• Werkstückmaterial
• Maschinenbedingungen
• Schnittparameter
• Erwartete Werkzeuglebensdauer
Auf Grundlage dieser Faktoren unterstützen wir unsere Kunden bei der Auswahl – und gegebenenfalls bei der Prüfung – des am besten geeigneten Materials für ihre Anwendung.








