Häufige Fehler bei der Verwendung von Hartmetallfräsern
Hartmetallfräser finden breite Anwendung in der Metallbearbeitung, beim Schweißen, in der Fahrzeugreparatur, im Schiffbau, in der Luft- und Raumfahrt sowie in vielen anderen Industriezweigen. Im Vergleich zu herkömmlichen HSS-Werkzeugen bieten sie eine hervorragende Schneidleistung, hohe Härte und lange Lebensdauer.
Viele Anwender berichten jedoch weiterhin von Problemen wie vorzeitigem Verschleiß, Zahnausbrüchen, Vibrationen, mangelhafter Oberflächengüte oder sogar Fräserbruch. In den meisten Fällen werden diese Probleme nicht durch den Hartmetallfräser selbst, sondern durch unsachgemäße Anwendung verursacht.
In diesem Artikel werden wir die häufigsten Fehler bei der Verwendung von Hartmetallfräsern und deren Vermeidung besprechen.
1. Die falsche Geschwindigkeit verwenden
Einer der häufigsten Fehler ist der Betrieb des Hartmetallfräsers mit einer falschen Drehzahl.
Wenn die Geschwindigkeit zu niedrig ist:
Die Schneidleistung sinkt
Die Oberflächenbeschaffenheit wird rau
Werkzeugvibrationen nehmen zu
Späne können die Rillen verstopfen
Wenn die Geschwindigkeit zu hoch ist:
Es kann zu übermäßiger Hitze kommen
Zahnkanten können sich schneller abnutzen
Der Grat kann instabil werden.
Unterschiedliche Fräsergrößen erfordern unterschiedliche Drehzahlen. Kleinere Fräser benötigen im Allgemeinen höhere Drehzahlen, während größere Fräser niedrigere Drehzahlen benötigen.
Die Fräsergröße muss stets auf die empfohlene Werkzeugdrehzahl abgestimmt sein.

2. Zu viel Druck ausüben
Viele Bediener glauben, dass stärkeres Drücken die Schnittgeschwindigkeit erhöht. In Wirklichkeit führt übermäßige Kraft oft zu Folgendem:
Zahnabsplitterung
Vorzeitiger Verschleiß
Werkzeugüberhitzung
Schlechte Schnittkontrolle
Wolframcarbid ist extrem hart, kann aber unter ungeeigneter Belastung auch spröde werden.
Anstatt das Werkzeug mit Gewalt zu bearbeiten, lassen Sie den Hartmetallfräser mit mäßigem und gleichmäßigem Druck natürlich schneiden.
3. Wahl der falschen Gratform
Für verschiedene Anwendungen werden unterschiedliche Fräserformen verwendet.
Zum Beispiel:
Zylindrische Fräser eignen sich für ebene Oberflächen
Kugelförmige Fräser eignen sich ideal für gebogene Bereiche
Baumförmige Fräsköpfe werden häufig für Konturarbeiten verwendet.
Flammenförmige Fräser eignen sich gut für enge Bereiche
Die Verwendung der falschen Form verringert die Effizienz und kann die Werkstückoberfläche beschädigen.
Bevor Sie sich für einen Fräser entscheiden, sollten Sie Folgendes beachten:
Materialart
Oberflächengeometrie
Schleifbereich
Erforderliche Oberflächenbehandlung
4. Verwendung des falschen Zahnschnitts
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Auswahl des falschen Flötenmusters.
Einzelschnitt-Fräsen
Schnellerer Materialabtrag
Größere Chips
Geeignet für Stahl und Gusseisen
Doppelt geschnittene Fräser
Bessere Bedienersteuerung
Glattere Oberfläche
Reduzierte Vibrationen
Beliebt für allgemeine Anwendungen
Aluminium-Schneidfräsen
Verhindern Sie das Beladen mit Chips.
Speziell für Nichteisenmetalle entwickelt
Die Verwendung von Standard-Doppelschneidfräsern für Aluminium kann schnell zu Spanbildung führen und die Leistung beeinträchtigen.
Wählen Sie stets den passenden Schnittstil für das zu verarbeitende Material.

5. Ignorieren von Werkzeugrundlauf und Vibrationen
Eine mangelhafte Maschinenstabilität kann die Lebensdauer von Hartmetallfräsern erheblich beeinträchtigen.
Häufige Ursachen sind:
Abgenutzte Spannzangen
Mangelhafte Spindelgenauigkeit
Unsachgemäße Klemmung
Gebogene Schäfte
Übermäßige Vibrationen können zu Folgendem führen:
Zahnbruch
Mangelhafte Oberflächenbeschaffenheit
Ermüdung des Bedieners
Verringerte Präzision
Eine stabile Maschineneinstellung ist unerlässlich, um eine optimale Leistung des Hartmetallfräsers zu erzielen.
6. Verwendung von Hartmetallfräsern für die falschen Materialien
Obwohl Hartmetallfräser sehr vielseitig einsetzbar sind, ist nicht jede Fräserqualität für jedes Material geeignet.
Zum Beispiel:
Härtere Sorten eignen sich besser für abrasive Anwendungen.
Härtere Sorten schneiden bei Stößen besser ab.
Aluminium erfordert eine spezielle Nutgeometrie
Die Verwendung einer falschen Hartmetallsorte kann die Werkzeugstandzeit erheblich verkürzen.
Bei der Materialauswahl sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Härte
Abrasivität
Wärmeerzeugung
Aufprallbedingungen
7. Mangelnde Schmierung
Bei der Bearbeitung von Aluminium oder anderen weichen Nichteisenmetallen ist die Spanbildung ein häufiges Problem.
Durch das Auftragen geeigneter Schmiermittel oder Wachse lässt sich Folgendes erreichen:
Verringerung der Chiphaftung
Verbesserung der Schnittglätte
Werkzeuglebensdauer verlängern
Niedrigere Betriebstemperatur
Beim Trockenschneiden weicher Materialien kommt es häufig zu einer schnellen Verstopfung der Schneidwerkzeuge.
8. Abgenutzte Fräsköpfe zu lange verwenden
Manche Anwender verwenden Hartmetallfräser auch dann noch, wenn bereits deutlicher Verschleiß sichtbar ist.
Ein abgenutzter Grat kann Folgendes verursachen:
Erhöhte Hitze
Schlechte Schneidleistung
Raue Oberflächenbeschaffenheit
Höhere Maschinenlast
Das rechtzeitige Ersetzen verschlissener Grate verbessert sowohl die Produktivität als auch die Gesamtqualität der Bearbeitung.
9. Unsachgemäße Lagerung und Handhabung
Obwohl Wolframcarbid extrem hart ist, kann es durch Stöße dennoch beschädigt werden.
Häufige Fehler bei der Lagerung sind:
Kletten in einen Werkzeugkasten werfen
Kollision der Fräsköpfe zulassen
Unsachgemäßer Transport
Dies kann zu Mikroausbrüchen an den Schneidkanten führen, noch bevor das Werkzeug überhaupt zum Einsatz kommt.
Hartmetallfräser sollten stets separat in Schutzverpackungen aufbewahrt werden.











